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  • Sheila: hallo Natsu
    12. April 2018, 14:04:03
  • Katty: Hallo  :hi4:
    19. März 2018, 20:57:25
  • Nausicaä: Hallo  :bye:
    13. März 2018, 20:22:44
  • Natsukawa: Hi Katty! Sorry, hab dich gestern gar nicht gesehen ;)
    08. März 2018, 19:01:44
  • Katty: Hi June, liebe Grüße zurück und hallo, Natsu!
    07. März 2018, 19:40:03
  • June: Ich schaue gerade auch mal wieder hier rein und lasse mal viele Grüße da  :smilie:
    07. März 2018, 17:53:09
  • Nausicaä: Jupp danke Katty
    11. Februar 2018, 18:41:16
  • Katty: Und allen Jecken Helau und Alaaf!
    10. Februar 2018, 22:02:41
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    10. Februar 2018, 22:02:10
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  • Smallville: Gesundes Neues Jahr  :winken2:
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  • Sheila: Gutes neues Jahr euch allen
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Autor Thema: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!  (Gelesen 151185 mal)

Offline collie

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Re: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!
« Antwort #15 am: 03. Juni 2012, 09:12:02 »
TAG 3 03.06.12 (ach, was ist das Zählen gerade so einfach ^^)

Nach zwei Tassen Kaffee und einer entzückenden  :smilie: Kurzgeschichte vom Vortag - ist nicht mein Fav-Pairing, zugegeben, aber dennoch irgendwie putzig/niedlich/süß ^^ - blättere ich jetzt mal im Horoskop ...

_____________________________________________________________________________________________________

Teil 2 des Outrider Horoskops

Das Kleinvieh (menschliche Tierkreiszeichen: Krebs, Skorpion und Fische)
Geboren: Irgendwann im Jahr
Typisch: bequem, folgsam, monoton, unflexibel, schreckhaft
Beschreibung: Kleinvieh macht Mist, sagt der menschliche Volksmund, doch dies trifft hier nicht ganz. Denn Vertreter dieses Sternzeichens befolgen genau, was man ihnen sagt. Sie stellen keine großen Fragen und halten sich ans vorgegebene Schema. Von daher ist der Umgang mit diesen Phantomwesen recht problemlos. Sie fühlen sich an Schalt- oder Überwachungspulten am wohlsten, überlassen das Denken gern anderen und sind zudem noch ausgezeichnete, widerspruchslose Prügelknaben für ihre Vorgesetzten und deren Wut. Schwierig wird es jedoch in Überraschungsmomenten, denn dieses Kleinvieh ist sehr schreckhaft und schnell überfordert. Gern rufen sie dann nach ihrer Mami und treten panisch die Flucht an – zu ihrem Pech dann gern in Richtung Mündungsfeuer der Star Sheriffs


Die Antispezies (menschliche Tierkreiszeichen: Schütze, Löwe, Waage)
Geboren: zwischen Jahresanfang und Jahresende
Typisch: gerissen, ehrgeizig, kreativ, grausam, erfolglos
Beschreibung: Dieses Sternzeichen zeichnet sich durch ein besonders hohes Maß an Kreativität aus. Ihre Rachepläne - auch wenn sie nicht immer genau wissen, wofür sie sich eigentlich gerade rächen wollen – sind ausgeklügelt und zeugen von viel Raffinesse. Konsequent und grausam werden sie umgesetzt, denn es gefällt der Antispezies andere zu manipulieren und gegeneinander auszuspielen. Getreu der Devise „Lieber zu viel, als zu wenig“ nehmen sie ihre Pläne in Angriff, wobei eine leichte Überdosis Selbstsicherheit ihre Voraussicht oft unvorteilhaft beeinflusst. So finden sie sich im wahrsten Sinne der Worte „schneller als sie schauen können“ in der Phantomzone wieder. Trotzdem muss man der Antispezies – bekannte Vertreter sind z.B.: Jean-Claude, Annabell oder Brunhilda – Respekt zollen, denn ohne sie würde der Outrider-Gattung doch einige Würze fehlen.
Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie andere mich gern hätten.

Offline Katty

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Re: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!
« Antwort #16 am: 03. Juni 2012, 11:59:38 »
Hm, und ich weiß jetzt immer noch nicht, wozu ich Gattler ordnen soll. Wohl doch zu den Gehörnten? Schließlich hat er die ja schon  :gattler:
JCs und Annabelles Einordnung gefällt mir aber sehr gut. Ich überlege, ob Lily auch noch dazu zu zählen ist.

Die Kurz-FF ist sehr romantisch. Mir gefällt vor allem, wie die Gedankengänge der beiden immer wieder von der diplomatischen Mission zueinander zurück kehren. Aber einen Tadel habe ich am Säbelschwinger. Sehr gentlemanlike ist es nicht gerade nach einem Handtuch zu greifen und anstatt es der durchnässten April zu reichen damit als erstes sein Robotpferd abzuwienern! Tze!
"Die Ferne ist das Land der erfüllten Wünsche." Walter Benjamin
"Chi sa ridere è padrone del mondo." (Wer zu lachen versteht, dem gehört die Welt.) Giacomo Leopardi

Offline Lina

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Re: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!
« Antwort #17 am: 03. Juni 2012, 21:28:45 »
Die Menükarte beschwört bei mir gerade das Bild einer Kneipe in dem unsere "Stars" und Sternchen jeden Tag eine "Blue Hour" genießen können, die darin besteht, eine Dartscheibe mit Jesses Gesicht darauf zu beschießen  ^-^ Geht natürlich auch umgekehrt und zwar dass Jesse eben eine Stunde pro Tag unbehelligt auf Dartscheiben mit den Sternchen schießen kann  :biggrin:

Sehr guter Horoskop, Collie  ^-^ Irgendwann werde ich versuchen, die Namen zu den Sternzeichen zuzuordnen ^^
"Du hast die Aufmerksamkeitsspanne eines Guppys..."
"Ich hab doch grad... Oh! Guck mal! Ein Eichhörnchen!"
(Dialog in Herbstein *gg*)

Offline Natsukawa

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Re: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!
« Antwort #18 am: 03. Juni 2012, 22:09:54 »
Die Horoskope sind genauso toll wie die gestrigen und ich weiß auch noch immer nicht, wohin Gattler am besten gehört. Aber vielleicht ist sein Aszendent so stark, dass noch die Eigenschaften von anderen Sternzeichen mit reinspielen. Also passen rein vom Optischen her die Gehörnten am Besten  :laugh:

@Sarah: deine Geschichte ist echt toll und ich liebe dieses Pairing ebenfalls. Die beiden Blondies passen einfach super zusammen. Herzlich gelacht hab ich ebenfalls an der Stelle als Saber lieber Steed abtrocknet als April das Handtuch zu geben. Das war so ein Fehltritt, aber vielleicht war er in dem Moment einfach nur überfordert mit allem  :cheesy2:


Leider hab ich in der Bar gegenüber bisher weder die Sternchen noch Jesse gesehen, obwohl ich schon immer Ausschau halte. Einen Landeplatz hätten wir sogar auch zur Verfügung...
Jean-Claude:   „Colt, bitte! Ich muss heute noch auf eine große Outriderparty!“
.
Roland:   „Wenn ein König sprischt, ’at niemand das Recht, ihn zu unterbrechen, Schtar Sheriff! Wir dulden keine wie auch immer geartete Despektierlischkeit!“
Fireball:   „Hä?“

Offline Lina

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Re: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!
« Antwort #19 am: 03. Juni 2012, 22:16:42 »
Kleines Häppchen für den Montag (und vermutlich auch den Dienstag ^^) Natsu und ich haben uns beide an die Fortsetzung meiner KurzFF "Der Vulkan" herangemacht und heraus kamen zwei Geschichten, die - in meinen Augen - unterschiedlicher nicht sein konnten.
Was meint ihr dazu?

Hier Geschichte 1 - Autor: Lina

Der Vulkan – Die Rettung


Saber fiel! Er fiel in den sicheren Tod! Dennoch, selbst in diesen schrecklichen Augenblicken vor seinem Ende, arbeitete sein Verstand mit messerscharfer Logik. Wenn er Zeit gehabt hätte, sich darüber zu wundern, hätte sich Saber Rider vor sich selbst erschreckt. Aber er hatte keine Zeit – keine Zeit zu bemerkten, wie sein Verstand die Sekunden ausrechnete, die die brodelnde Lava brauchte, um sich durch seinen Kampfanzug zu fressen und ihn endgültig zu töten; er hatte keine Zeit über die Präzision zu erschrecken, mit der er die Temperatur des Lavastroms schätzte und seine Überlebenschancen überschlug. Keine Zeit! Keine Zeit darüber nachzudenken, dass der fallende Körper selbst in den allerletzten Augenblicken seines Lebens zu kämpfen versuchte. Keine Zeit, sich darüber im Klaren zu sein, dass seine Überlebenschancen von vorherein null und nichtig waren! Selbst mit aufgesetztem Helm würde er nicht länger als einen Wimpernschlag überleben. Für all das hatte der blonde Star Sheriff keine Zeit! Er hatte nur Zeit zu sehen, wie April Fireball rettete!
Er bereitete sich auf den Aufprall vor.
Auf die Hitze.
Auf den Schmerz.
Auf den Tod.
Der Highlander spürte einen Aufprall und einen heftigen Schmerz in seiner Schulter! Ein Ruck, und die Hitze des unter ihm wütend fauchenden Vulkans verwandelte sich in gesegnete Kühle. Er wurde durch die Luft gewirbelt, über den Trichterrand getragen und sanft auf den Boden aufgesetzt.
„Meine Güte, Chef, das war selbst für meinen Geschmack etwas sehr knapp“, hörte Saber neben sich eine bekannte Stimme erleichtert ausrufen. „Warte kurz, April braucht ein wenig Unterstützung. Bin gleich wieder da! Nicht abhauen, ja?“
Die Präsenz neben ihm entfernte sich.
Saber sah ihm nach. „Colt!“ Der Highlander war wie blockiert. Er konnte nicht mehr denken und fragte sich nicht, wieso der Cowboy zum Vulkan gekommen war, obwohl er mit dem letzten Konvoi hätte unterwegs sein sollen. Saber fragte weder nach den Outridern noch wie es Fireball – den April und Colt jetzt gemeinsam über den Trichter zogen – ging und er wollte auch nicht wissen, ob bei der Navigatorin alles in Ordnung war, obwohl sie nach dem EMP genauso abgestürzt war, wie ihre Kollegen. Der Highlander schüttelte den Kopf, um seinen Gedankenstrom wieder in den Fluss zu bringen, aber es nützte nichts. Er konnte nach wie vor nicht denken.
„Sag jetzt nichts!“ Colt sah Saber an, sobald er Fireball in Sicherheit gebracht und sich vergewissert hatte, dass sowohl er als auch April nicht schwer verletzt waren. „Ich weiß, ich hätte bei dem Konvoi bleiben sollen, aber die werden gleich von Mandarin und ihrer Truppe in Empfang genommen und der Bronco Buster hat noch verirrte Outriderchen angezeigt und… hey! Alles in Ordnung?“ Selbst Colt in seiner endlosen Sorglosigkeit spürte, dass die Luft trotz der unmittelbaren Nähe des Vulkans ziemlich frostig geworden war. Fireball hatte nur ein leises „Danke“ gemurmelt und war verstummt. April saß wie ein Häufchen Elend neben ihm und sagte nichts, und Saber … nun Saber starrte die beiden an, als ob er die Navigatorin und den Rennfahrer zum ersten Mal in seinem Leben sehen würde.
„Ähm … Leute…“, bemerkte Colt unsicher nach wenigen Momenten der absoluten Stille. „Wir sollten so langsam von hier abhauen. Der Vulkan bricht gleich aus – erinnert ihr euch noch?“
Der Highlander hob den Kopf und sah den Cowboy aus trüben Augen an. „Sicher“, antwortete er mechanisch, aber Colt merkte sofort, dass Saber gar nicht genau wusste, was er sagte. Verwirrt sah er zwischen seinen Freunden hin und her.
„Kann mir jemand verraten…“
Die Erde erzitterte so heftig, dass es ihn fast von den Füßen riss. Colt taumelte und kippte über den Trichterrand! Saber sprang auf, Fireball stürzte nach vorne und April raste ihm regelrecht entgegen. Als sein Jetpack zündete und den Cowboy ohne großes Federlesens aus der Gefahrenzone gleiten ließ, blieben alle drei wie angewurzelt stehen. Colt landete sanft und starrte seine Freunde an. „Vielen Dank für die Hilfsbereitschaft – sie hätte mich fast geballte Ladung in den Vulkan geschmettert“, versuchte er die angespannte Lage mit einem Scherz aufzulockern. Aber keiner reagierte. Nicht einmal Fireball!
„Okaaaayyyy“, murmelte der Cowboy irritiert. „Vielleicht komm ich selbst drauf, was hier los ist, wenn ihr Stummfilm spielen wollt. Die Comline ist ausgefallen, eure Jetpacks zünden nicht, sonst hätte unser tapferer Schotte wohl kaum versucht, mit dem Vulkan zu kuscheln; die Sauerstoffversorgung in den Kampfanzügen ist ausgefallen, sonst hättet ihr unter diesen Umständen und bei einem Lava speienden Vulkan wohl eure Helme auf.“ Colt runzelte die Stirn. „Ich tippe auf einen EMP?“
Fireball nickte stumm.
„Schön. So weit wären wir also…“
„Es ist nichts passiert“, sagte Saber plötzlich schneidend. „Es gab einen EMP, die Ausrüstung ist ausgefallen. Wir leben alle noch und der Vulkan bricht gleich aus. Wir müssen sofort hier weg! Nimm April mit, sie ist vermutlich am härtesten aufgeschlagen und bring sie in Sicherheit. Dann kommst du mit Ramrod hierher und holst uns ab.“
„Aber…“, versuchte Colt wieder anzusetzen, doch Saber ließ ihn nicht zu Wort kommen.
„Beeilung!“
Dem knappen, kalten Befehl konnte der Cowboy nichts mehr entgegen setzen. Er zuckte die Schultern, vertraute darauf, dass die Antworten früher oder später kommen würden und hob April vorsichtig vom Boden ab.
„Du sagst mir, wenn du Schmerzen hast oder ähnliches, klar, Prinzessin?“
April bestätigte mit einer Kopfbewegung, zog es aber immer noch vor, zu schweigen.
„Sag mal, hat ein Storch eure Zungen gefressen?“, fauchte Colt, der langsam wütend wurde. „Was zum Teufel ist am Vulkan passiert?“
Sie sah ihn nicht an, sondern starrte auf ihre Brust, während er sie bei Ramrod absetzte. Das Schiff war so nah! So nah! Nur wenige Minuten Flug. April schluchzte auf, was den Cowboy nur noch mehr verwirrte. Er setzte sie im Hangar ab, unsicher, was er jetzt tun sollte. Die Navigatorin weinte unkontrolliert und all seine Instinkte befahlen ihm, sich um sie zu kümmern und sie zu trösten, aber andererseits hatte er zwei weitere Kollegen, die mit einem Vulkan im Rücken dringend seine Hilfe brauchten.
„April…“
„Du musst sie retten!“, schrie sie auf. „Alle beide! Schnell!“ Damit raste sie aus dem Hangar und ließ ihn sprachlos zurück. Dennoch besann er sich. Ja, seine Kollegen warteten auf ihn. Kopfschüttelnd lief der Cowboy zur Brücke und startete das Schiff. Nur gefühlte Sekunden später holte er Saber und Fireball ab.
Durch das Cockpitfenster konnte Colt ein seltsames Schauspiel beobachten. Saber und Fireball mieden einander und gingen auf Abstand!
„Scheint ernst zu sein“, murmelte er bei sich, aber wie er die Lage drehte und wendete, er verstand es nicht. Was um alles in der Welt war am Trichter passiert, das seine Freunde so erschüttert hatte?
Der Vulkan brodelte und warf zischend Lava in die Luft. Der Ausbruch! Colt musste handeln. „Leute? Festhalten! Wir müssen starten, der Vulkan bricht aus!“, funkte er seinen Kollegen zu, während er die Rampe schloss und die Triebwerke hochjagte. Noch bevor die ersten Lavatropfen Ramrods Außenhülle erreichten, war das Schiff schon außer Reichweite.

***

Saber betrat die Brücke und ließ sich mit einem leisen Seufzer in seine Satteleinheit fallen. Colt lenkte den Friedenswächter und wagte es irgendwie nicht, den Highlander in seiner Ruhe zu stören. Vielleicht, wenn er ganz still war, würde Saber von alleine anfangen zu erklären.
Tatsächlich, nach kurzer Zeit, holte der blonde Star Sheriff tief Luft.
„Es ist nichts“, sagte er deutlich. „Nur eine Lappalie, aber ich befürchte, dass ich mich am Trichterrand nicht zur Ordnung gerufen habe. Bitte entschuldige.“
„Ja, schön und gut, Saber, aber was ist da passiert?“, bohrte Colt mit der ganzen Höflichkeit, die ihm in dieser Situation noch zur Verfügung stand, nach.
„April hat eine Entscheidung treffen müssen“, sagte der Highlander leise. „Und ihre Entscheidung war – nicht ich!“
Colt schwieg und überlegte. Rief sich die Einzelheiten in Erinnerung, versuchte, die Situation, die er vorgefunden hatte, gedanklich zu rekonstruieren. Dann fiel der Groschen!
„Oh!“
Mehr sagte er nicht. Es war nicht nötig. Saber verstand mühelos, dass Colt die Ereignisse am Vulkan richtig erkannt und interpretiert hatte.
„Es war die Entscheidung eines Augenblicks.“ Der Highlander lächelte müde. „Ich habe mich in den ersten Minuten nach meiner Rettung – für die ich dir übrigens noch verbindlich zu danken habe – nicht darauf besinnen können, dass April unmöglich uns beide hätte retten können und dass eine Entscheidung getroffen werden musste. Es darf ihr kein Vorwurf…“
„Hör auf daherzulabern, Saber!“ Colt fühlte sich, als würde er innerlich explodieren, wenn er seinen Captain noch länger so hätte reden hören müssen. „Sie hätte dich sterben lassen.“
Saber nickte. „Dafür hat sie Fireball gerettet.“
„Und dich einem schrecklichen Tod überlassen!“
„Es musste eine Entscheidung getroffen werden, sonst wären wir beide gestorben.“
„So hättest nur du sterben müssen, wenn ich nicht zufällig rechtzeitig aufgetaucht wäre!“
Langsam drehte der Highlander den Kopf. „Wie hättest du dich entschieden?“
Colt stockte und starrte Saber an. „Die Frage ist nicht fair, Saber!“
„Warum nicht, Colt?“, erwiderte der Highlander mit einer Ruhe, die den Cowboy fast zum Wahnsinn brachte. „Vielleicht müssen wir uns einfach nur eingestehen, dass wir alle hier an Bord unsere… nennen wir sie Prioritäten haben.“
Der Cowboy hörte seine eigenen Zähne knirschen. Lange Zeit herrschte Ruhe auf der Brücke.
„Die Frage ist“, brach Colt wieder die Stille, kurz bevor Ramrod im KOK landete. „Kannst du damit leben?“
Der blonde Star Sheriff legte den Kopf ein wenig schief. Ja, im Grunde genommen drehte sich alles um diese eine Frage: konnte er damit leben, dass ihn April hätte sterben lassen können?
Er schwieg. Auf diese Frage hatte er noch keine Antwort.
„Hättest du damit leben können, wenn April dich gerettet und Fireball sterben gelassen hätte?“, fragte der Cowboy unerbittlich weiter.
„Die Frage ist nicht fair, Colt“, drehte Saber stirnrunzelnd den Spieß um, aber das Spiel konnte der Cowboy genauso gut spielen.
„Warum nicht, Saber? Vielleicht sollten wir uns einfach eingestehen, dass jeder von uns nur ein Mensch ist, nicht wahr?“
Wieder antwortete Saber nicht. Die Triebwerke waren verstummt und die Ruhe auf der Brücke wurde erdrückend. Colt hatte eine dumpfe Vorahnung, dass die Harmonie und die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Mitgliedern des Teams nicht mehr dieselbe sein würde. Das Erlebnis am Killian-Vulkan würde seine Kollegen prägen.
Er sollte Recht behalten.

***

Die Tage vergingen und die Stimmung im Team wurde nicht besser. April weinte sehr viel und mied die Anwesenheit ihrer Kollegen so gut sie konnte. Das Vertrauen zwischen ihr und Saber war unwiderruflich zerstört, auch wenn sich beide bemühten, dies zu verbergen und weiterzumachen, wie vor den Ereignissen am Vulkan. In den Wochen danach bemühte sich die Navigatorin, so wenig wie möglich an Bord zu sein und ihre Freizeit anderswo zu verbringen.
Fireball hatte sich nach einigen Stunden vom Schock erholt, aber das Verhältnis zu Saber wurde immer angespannter. Colt jammerte der Rennfahrer vor, Saber würde ihn tyrannisieren, wie Fireball vermutete, aus Rache weil April ihn hatte retten wollen. Objektiv konnte der Cowboy jedoch keinerlei tyrannische Tendenzen bei Saber erkennen und begriff, dass Fireball vom schlechten Gewissen gepeinigt wurde. Als er allerdings versucht hatte, den Rennfahrer darauf aufmerksam zu machen, war Fireball sofort mürrisch geworden, hatte ihm Parteilichkeit vorgeworfen und war türknallend aus der Küche gestürmt, auch wenn das Knallen der nicht vorhandenen Tür von Colt nur der Dramatik wegen hinzugefügt wurde.
Saber selbst gab sich ruhig wie immer. Allerdings merkte der Cowboy, dass Sabers Ruhe um eine vorher nicht dagewesene Kälte ergänzt wurde, was ihn sehr beunruhigte. In der Regel ein untrügliches Zeichen dafür, dass den Highlander etwas plagte. Was das war, musste Colt nicht fragen, denn Saber hielt sich nur noch selten in Fireballs und noch seltener in Aprils Nähe auf.
„Saber, verdammt, du hast doch selber gesagt, dass eine Entscheidung getroffen werden musste“, versuchte der Cowboy die Fronten wenigstens in eine Richtung zu schlichten.
„Ich verstehe nicht, was du meinst“, erklärte der Highlander daraufhin entschieden. „Ich habe den Vorfall schon längst vergessen.“
„Ach ja?“ Colt schüttelte genervt den Kopf. „Deswegen treiben wir auf einen Eisberg durchs All, jederzeit bereit für die Kollision und den Untergang der Titanic?“
„Ich bin mir über meine Gefühle im Klaren, Colt“, erwiderte der Highlander mit einer Arroganz, die den Cowboy sprachlos machte. Ein wenig arrogant war Saber immer gewesen, aber seine Hochnäsigkeit schlug in letzter Zeit alle Rekorde. „Für die Gefühle anderer bin ich jedoch nicht zuständig.“
„Du bist dir über deine Gefühle keineswegs im Klaren und wir müssen uns mal zusammen setzten und darüber reden…“
„Mich interessiert es nicht zu wissen, warum mich April hat sterben lassen“, fiel ihm Saber ins Wort.
„Für einen Toten bist du aber ziemlich lebendig!“
„Ein glücklicher Zufall!“
„Ich dachte, der Vorfall wäre vergessen“, merkte Colt an.
Saber sah ihn an. Seine Augen drückte unendliche Kühle aus. „Ist es auch. Mein Informationsbedarf ist gedeckt und wir müssen uns nicht darüber unterhalten, warum eine Entscheidung in einer sehr seltenen Extremsituation getroffen wurde. Sie wurde getroffen! Daran wird sich nichts ändern.“
„Saber…“
„Ich bin kein Freund von Zeitverschwendung!“ Saber stand auf und verließ die Brücke. Colt seufzte. Das Team brach auseinander und er konnte nichts tun, um das zu verhindern.
Nicht einmal April und Fireball verstanden sich noch. Sie mieden einander wie der Teufel das Weihwasser. Colt hatte manchmal den Eindruck, dass sie durch übertriebene Höflichkeit und einen betonten Abstand zueinander versuchten, Saber zu demonstrieren, dass sie gar nicht so „dicke“ waren, wie der Vorfall am Killian-Vulkan das hätte vermuten lassen können. Dadurch entfernten sich sie voneinander immer mehr, ohne die Lücke, die zwischen ihnen und Saber sowieso entstanden war, zu schließen oder zu kitten.

***

„Als würde ich mit Toten frühstücken!“, ließ der Cowboy eines Morgens irritiert fallen. Wie immer seit den Ereignissen am Vulkan, frühstückten die Star Sheriffs in absoluter Stille. „Ich halt das langsam nicht mehr aus!“, platzte es aus dem Cowboy heraus. „Wollen wir uns mal endlich über den Vulkan unterhalten? April hätte Fireball gerettet! Saber wäre gestorben! Ich kam angedackelt! Saber lebt! Ende der Geschichte! Kommt schon! Wir müssen zusehen, dass wir weiterkommen!“
„Colt hat Recht“, mischte sich April unerwartet ein. „Wir müssen weiterkommen.“ Sie schwieg, dann setzte sie wieder an. „Ich werde meinem Vater heute die Kündigung vorlegen.“
„Nein, Moment, das meinte ich…“
Saber ignorierte Colts Einwand und nickte nur stumm.
„Nein! Nein! Wartet mal!“
„Ich glaube, ich geh zurück zum Rennen fahren“, murmelte Fireball. „Star Sheriff sein, war sowieso eine Nummer zu groß für mich.“
„Matchbox, warte mal“, ging Colt abermals dazwischen und wurde wieder ignoriert.
„Mich muss man ja ständig retten, nicht wahr?“, fragte der Rennfahrer ironisch mit einem schiefen Grinsen im Mundwinkel. „Meistens von Colt, aber wenn er mal nicht da ist, kann ja auch April herhalten. Auf Kosten anderer … Ich sollte meine Konsequenzen ziehen.“
„Fireball, das…“
Es war, als ob Colt gegen Wände sprechen würde. April stand auf und salutierte respektvoll – Colt wäre beinahe von der Bank gefallen.
„Bitte um Erlaubnis, von Bord gehen zu dürfen!“, sagte sie steif. „Meine Sachen werde ich so bald wie möglich abholen lassen.“
„Prinzessin!“ Colt sprang auf. „Saber! Das kannst du doch nicht zulassen!“
Der Highlander sah ihn an. Er sprach den Gedanken nicht aus, aber der Cowboy konnte ihn in seinen Augen lesen: „Warum nicht? Sie hätte auch zugelassen, dass ich sterbe!“
„Aber…“
April wirbelte herum und lief schluchzend aus dem Zimmer. Wie viele Tränen hatte sie wohl in den letzten Wochen vergossen?
„Unser Team kann doch nicht so auseinander brechen!“, flehte der Cowboy leise.
Fireball grinste ihn schief an. „Es ist vorbei, Colt“, erklärte der Rennfahrer mit belegter Stimme, die sein Grinsen Lügen strafte. „Schön war’s, aber es ist vorbei. Sollten wir einsehen!“
„Quatsch mit Soße!“ Der Cowboy weigerte sich! Er weigerte sich, das zu akzeptieren.
„Du kannst wählen, Colt!“, erklärte Saber ruhig.
„Wa… oh!“ Wieder ein Laut, eine Silbe, die deutlich machte, dass der Cowboy begriffen hatte. Er musste wählen zwischen Fireball und Saber – zwischen Kündigung und Ramrod. Die Entscheidung war nicht so dramatisch wie zwischen Leben und Tod, aber die Entscheidung wurde gefordert.
„Du bist nicht fair, Saber!“, machte der Cowboy seinem Chef denselben Vorwurf, wie Wochen zuvor.
Saber zuckte die Schultern. „Ich werde dich nicht drängen.“
„Mach dir keine Gedanken, Colt, ich komm zurecht“, half Fireball ein wenig nach, „hab ja April als Schutzengel“, der Versuch eines Scherzes, „und Outrider platt machen ist deine Berufung. Wie Ramrod.“
„Ihr seid beide Idioten!“, brüllte ihnen der Cowboy entgegen. „Ich weiß gar nicht, warum ich so viele Jahre meiner Jugend an euch verschwendet habe! Vollpfosten! Verblödete!“
Damit stürmte er aus der Küche. Ruhe! Er brauchte Ruhe!
„Er kommt wieder!“, sagte Fireball und sah Saber zum ersten Mal seit Wochen direkt in die Augen.
Der Highlander lächelte mild. „Das wird sich zeigen.“
ENDE
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Offline Natsukawa

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Re: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!
« Antwort #20 am: 03. Juni 2012, 22:31:53 »
Und hier Geschichte 2  - Autor: Natsukawa

Disclaimer: Wie immer: Saber Rider & the Star Sheriffs gehört WEP.


Der Vulkan - Being dropped

Als April nach Fireballs Händen griff, gab es einen heftigen Erdstoß und der Felsvorsprung unter ihm gab endgültig nach. So wie der Stein brach, brach auch sein Herz, als Saber die nackte Wahrheit vor sich sah: April rettete Fireball und überließ ihn dem Tod.

Er schrie nicht, als er fiel.
In diesem Leben gab es nichts mehr zu sagen, und sei es nur ein letzter Schrei. Das war die Mühe nicht wert.

Aprils entsetzter, entschuldigender und verzweifelter Blick war das Letzte, was er sah, bevor er seine Lider schloss. Die Hitze der Lava war unerträglich, aber diese musste er nur wenige Sekunden aushalten, ehe es vorbei war.

Plötzlich wurde er nach oben gerissen, hart und schmerzhaft.
Ungläubig sah er hoch.
‚Colt!’
Über ihm schwebte der Bronco Buster und sein Pilot hatte ihn mit einem metallenen Seil vor dem sicheren Tod bewahrt.
„Du badest doch sonst nicht so heiß, Partner!“, rief er ihm in seiner unvergleichlichen Art zu und flog aus der Gefahrenzone heraus. Saber fühlte sich erleichtert und gleichzeitig elend.
„Sammeln wir schnell die anderen ein und dann nichts wie weg von hier. Das Ding geht gleich hoch!“
Vorsichtig setzte Colt erst Saber auf dem Boden ab, dann sein Schiff.
Ein paar Meter weiter bemühte sich April, Fireball über den Kraterrand zu ziehen, doch alleine war er für sie zu schwer. Fireball versuchte Halt am Felsen zu finden, aber das poröse Gestein bröckelte immer wieder unter ihm weg und er kam nicht schnell genug voran.
„Halt aus, April!“, rief Colt und ließ Saber unbeachtet stehen. Er warf sich flach neben sie, griff nach Fireballs Hand und sie schafften es gemeinsam, ihn zu retten.
„Danke“, sagte er zittrig, als er in Sicherheit war, aber Colt ließ ihnen keine Zeit.
„Wir müssen weg! Los!“ Kurzerhand griff er beide an den Armen und zerrte sie mit sich. Die Erde bebte so stark, dass es kaum möglich war, geradeaus zu laufen.
Saber hatte sich inzwischen von dem Seil befreit und atmete schwer. Es hatte ihm mindestens drei Rippen gebrochen, als es sich mit einem Ruck um ihn gezogen hatte als wäre er ein Stier, den es beim Rodeo einzufangen galt.
„Saber, steig ein, schnell!“, rief Colt im Rennen, aber Saber hatte nur Augen für April. Ihre Blicke trafen sich für eine Zehntelsekunde und sie wich ihm aus, als sie sich zu viert in den Bronco Buster quetschten.
Kaum, dass sie in der Luft waren, brach der Vulkan aus und die Lavaströme quollen über den Kegel.
„Mann, das war Rettung in letzter Sekunde!“, bemerkte Colt unnötigerweise und wischte sich den Schweiß von der Stirn.
„Gute Arbeit, Cowboy“, lobte Saber, wie er es gewohnt war. „Du hast uns alle gerettet.“ Aber er fühlte sich als zerschnitte er sich selbst mit seinem ewigen Großmut.
„Ach was, Partner, das ist doch selbstverständlich, ist das doch“, meinte der Cowboy zwinkernd. „Wenigstens haben wir den Outridern ein Schnippchen geschlagen, so was versuchen sie nicht noch einmal mit uns!“
„Bestimmt nicht!“, mischte sich Fireball grinsend ein, und versuchte ziemlich schlecht, die Situation zu überspielen. „Wir sind eben die Star Sheriffs!“
Saber verdrehte innerlich die Augen und sah auf April, die ziemlich still war und ihren Blick gesenkt hielt. Sie fühlte sich offensichtlich schuldig, und verdammt, das war sie auch. Wie konnte sie ihn nur so verraten, nach allem, was sie seit der Akademie gemeinsam erlebt hatten?
‚Saber!’; schalt er sich, ‚Was zum Teufel denkst du da! Du hast selbst gesagt, dass sie nicht euch beide retten konnte. Sie musste sich entscheiden! Du warst viel weiter weg von ihr und du bist nun einmal viel schwerer als Fireball. Hätte sie dich gerettet, wärt ihr beide in die Lava gestürzt!’
Saber schloss seine Lider und wandte sich ab, ein inneres, zorniges Zittern unterdrückend. Oder war es der Schock, der seinen Körper beben ließ? Langsam atmete er aus und spürte tiefe Stiche, die die gebrochenen Knochen in seinem Inneren hinterließen.
„Ich brauche einen Arzt“, erklärte er ruhig, obwohl er immense Schmerzen hatte. „Schnell.“
„Sollst du haben, Partner“, erwiderte Colt und drehte sofort ab zum nächsten Krankenhaus.


Sabers war schlimmer verwundet als angenommen; die Rippen hatten seine Lunge verletzt und er war kaum noch bei sich, als sie bei der Notaufnahmen landeten.
Als er wieder erwachte, fühlte er sich seltsam leer. Er lag alleine in einem Raum, nur die Geräte piepten leise neben ihm.
Noch immer sah er ihren Blick, mit der sie ihm tausend ungesagte Worte schickte, als sie sich für Fireball und gegen ihn entschieden hatte. Immer hatte Saber insgeheim gehofft und darauf vertraut, dass sie die Seine war. Seit sie sich auf der Akademie kennengelernt hatten, hatten sie ein sehr vertrautes, inniges Verhältnis gehabt. Zwar hatten sie sich nie geküsst, aber flüchtige Blicke, eine kurze Berührung, ein kleines Lächeln … das alles konnte doch nicht bedeutungslos sein. Er kannte sie!
‚Sicher?’, fragte er sich höhnisch. ‚Hättest du doch besser mal deinen Mund aufgemacht, Saber! Oder ihn besser direkt auf ihrem platziert, statt ewig die Höflichkeit in Person zu spielen. Sie hat nur darauf gewartet, dass du sie nimmst und du warst zu feige dazu, deshalb hat sie sich anderweitig umgesehen. Das hat dir dein ewiges Gentleman-Gehabe gebracht, nämlich gar nichts!’
Saber atmete tief ein, um den aufkeimenden Zorn im Zaum zu halten, wurde jedoch von der Bandage blockiert, die fest um seinen Brustkorb gewickelt war. Die flache Atmung brachte ihn noch mehr in Rage und er krallte genervt seine Hände in die Decke. Wohin sollte er sonst mit seiner Wut? Am liebsten wollte er jetzt irgendetwas zertrümmern.
‚SABER, jetzt reiß dich zusammen!’, rief er sich zur Vernunft, da ihm solche starken Gefühle fremd waren, die ihn mit aller Wucht überschwemmten. ‚Du weißt, dass sie richtig gehandelt hat! Außerdem war Colt ja da!’
Unwillig warf Saber seinen Kopf auf die Seite, um die Stimmen in seinem Kopf zu vertreiben.
Zwecklos.
‚Colt, guter Colt!’, dachte er und war wirklich dankbar. ‚Aber es wäre nicht besser gewesen, wenn ich in dem Vulkan verglüht wäre? Dann wäre ich jetzt nicht hier und müsste all das ertragen. Das ewige Wissen, dass sie mich alleine gelassen hätte…’ Saber seufzte und seine Wut schlug in Traurigkeit um. Er legte sich ungeachtet der Schmerzen auf die Seite und zog seine Beine an, leer vor sich hin starrend.
‚Ich bin ein lebender Toter. Meine Zeit wäre eigentlich abgelaufen.’

Die Türklinke wurde heruntergedrückt und jemand trat ein. Da ihm gerade nicht nach Kommunikation war, stellte er sich schlafend.
Natürlich waren es seine Kollegen, das konnte er an ihren Schritten erkennen, die ebenso unverkennbar waren wie ihre Stimmen.
„Er schläft noch“, stellte Colt fest. „Aber er lebt und das ist die Hauptsache.“
„Dank dir…“, flüsterte April und dann hörte Saber ein ersticktes Schluchzen.
„Ssh“, beruhigte Fireball sie und Saber brauchte nichts zu sehen, um zu wissen, dass er beschützend seinen Arm um sie legte und sie an sich zog. Es fiel ihm verdammt schwer, ruhig liegenzubleiben und das erneut aufsteigende zornige Beben zu unterdrücken. „Alles wird wieder gut.“
„Wenn Saber erstmal wieder zurück ist, ist er wieder ganz der Alte, da bin ich mir sicher“, grinste Colt zuversichtlich. „Kommt jetzt, lassen wir ihn noch ein wenig träumen und wir sehen später nach ihm.“
Er hörte, dass April nahe an sein Bett herantrat und zuckte fast zusammen, als sie ihre Hand auf seiner Wange spürte.
„Werde schnell gesund“, bat sie ihn, ehe sie mit den beiden anderen den Raum verließ.
Kaum waren sie weg, öffnete Saber seine Augen und blickte auf die Geräte, die ihn leicht hätten verraten können. Niemand, der schlief, hatte einen Puls von über 100.


Am nächsten Tag fühlte sich Saber immer noch hin- und hergerissen, aber im Laufe des gestrigen Tages hatte er sich gegenüber zugegeben, dass er noch einige Zeit brauchte, diese Erfahrung zu verarbeiten und beschlossen, sich gegenüber seinen Kollegen so normal wie möglich zu verhalten, selbst wenn er schauspielern musste. Zwar hatten die Ärzte ihn über seinen Gemütszustand befragt, doch Saber behielt seine Gefühle lieber für sich, da er niemanden beunruhigen wollte und sicher war, dass diese nach einer Weile verschwanden.
Im Moment wollte er keinen seiner Kollegen sehen, aber er wusste, dass er sich nicht ewig schlafend stellen konnte, um der Begegnung zu entgehen. Deshalb ließ er das unumgängliche geschehen und stellte sich der Herausforderung, als sie ihn das nächste Mal besuchten.
Es fiel ihm schwer, sich wie sonst zu verhalten und es widerstrebte ihm, sich zu verstellen. Trotz allem zwang er sich dazu und sein schauspielerisches Talent schien gut genug zu sein, dass Colt, April und Fireball ihm glaubten.
Immer wieder sah er Aprils letzten Blick in ihren Augen, und der Verrat, den sie an ihm begangen hatte, trat ihn tief in sein Herz und hinterließ eine weitere Narbe darauf. Auch Fireball hatte eine entschuldigende Nuance auf seiner Miene, die Saber ihm am liebsten eingemeißelt hätte.
Als sie endlich gingen, fiel er erschöpft in seine Kissen und ballte seine Hände zu Fäusten. Oh, er war so wütend!

Die Ärzte hatten ihm gesagt, dass er für drei Wochen ausfallen würde, ein Umstand, den Saber im Moment sehr begrüßte. So konnte er sich sortieren und Abstand zu den Geschehnissen gewinnen. Deshalb beschloss er, seine Brüche auf dem heimatlichen Schloss Rider zu kurieren, während Colt, Fireball und April auf einfachere Missionen geschickt wurden, da Ramrod ohne ihn nicht zu 100% einsatzfähig war. Das bescherte ihm eine innere Genugtuung und Bestätigung, dass sie sich für den Falschen entschieden hatte.


Nach seiner Genesung kehrte Saber ruhig und ausgeglichen zu Ramrod zurück und wurde herzlich begrüßt. Doch kaum saß er seiner Satteleinheit, spürte er seinen Zorn erwachen, als wäre sie nie weg gewesen.
Es war offensichtlich, dass Fireball und April inzwischen mehr als Kollegen waren; die Blicke, die sie sich zuwarfen, sprachen eine ganz eindeutige Sprache. Das konnte er nicht tolerieren!
Jetzt, wo er hier war, wurde ihm eine Tatsache sehr deutlich bewusst: er konnte seinem Team nicht mehr vertrauen. Wie sollte er sich je wieder Fireballs oder Aprils Rückendeckung sicher sein? Sie würde ihn bestimmt wieder fallen lassen, sollte sich jemals eine ähnliche Situation ergeben; sie würde Fireball immer vorziehen – und Fireball … vielleicht war es ihm gar nicht so unrecht, wenn er ihn unauffällig während eines Gefechts loswerden könnte? Vielleicht war er nur paranoid, oder war der Gedankengang doch nicht so abwegig?
Und inwieweit war Colt involviert?
‚Also bin ich in einem Team und stehe doch alleine da’, stellte er sachlich fest. Er nahm diese Erkenntnisse hin und beschloss, das ganze Gefüge erst einmal zu beobachten.



„Ich denke, wir müssen hier mal ein paar Regeln neu definieren!“, sagte Saber drei Wochen später, in denen er immer wieder versucht hatte, zurück zum Star Sheriff-Alltag zu finden. Vergebens.
Je länger er an Bord von Ramrod und somit von seinen Teamgefährten umgeben war, umso gereizter und aggressiver wurde er.
„Was ist dir denn über die Leber gelaufen?“, grinste Colt und polierte unbeeindruckt seinen Blaster weiter.
„Nun, Colt, da du dich so in den Vordergrund drängst, fangen wir doch direkt bei dir an. Deine unprofessionelle Arbeitsweise und Respektlosigkeit nehmen Dimensionen an, die nicht länger zumutbar sind. Und-“
„Aber ich hab doch gar nichts gemacht!“, fiel Colt ihm ins Wort und sprang von seinem Sitz hoch.
„Danke für die Demonstration, Colt“, erwiderte Saber unterkühlt. „Das bestätigt genau das, was ich gerade angesprochen habe. Dazu kommt, dass meine Anweisungen missachtet werden. Das ist inakzeptabel!“
„Was läuft denn jetzt für ein Film? Die letzten Missionen haben wir alle erfolgreich absolviert!“
„Das war pures Glück, nichts weiter! Ich bin der Captain dieses Teams und ihr alle untersteht meiner Verantwortung, also macht gefälligst das, was ich sage!“
„Saber…?“ April kam näher und legte ihm eine Hand auf den Unterarm. Sie blickte ihn verständnislos an und er riss seinen Arm weg. Ihre Berührung konnte er nicht ertragen.
„Das gleiche gilt für dich und auch für dich, Fireball!“, herrschte er sie an. „Im Übrigen sind Beziehungen zwischen zwei Besatzungsmitgliedern nicht erlaubt. Damit ist ab sofort Schluss!“
„Jetzt mach mal halblang, Saber!“, sagte Fireball gereizt. „Wir leben doch nicht im Mittelalter und das hat uns in unserer Arbeit kein bisschen behindert!“
„Ach darum geht, es“, lachte Colt erleichtert. „Du bist eifersüchtig!“
„Deine Unterstellungen sind hier nicht angebracht, Colt! Es ist eine Vorschrift, die ihr jederzeit selbst im Kodex nachlesen könnt und die wenigstens dir, April, bestens bekannt sein sollte. Du warst auf der Akademie!“
„Du reagierst total überzogen, Saber“, stellte Fireball fest und lehnte sich an seine Satteleinheit. „Was ist dein Problem?“
„Hast du nicht zugehört? Ich habe gerade eben erläutert, was mich stört und ich erwarte, dass das ein Ende hat!“
„Hör mal zu, Partner, du brauchst hier nicht den Chef raushängen zu lassen, wir wissen, dass du das bist und akzeptieren das“, stellte Colt sich an Fireballs Seite. „Und ich denke nicht, dass es nötig ist, dass April und Fireball sich trennen.“
„Diese Entscheidung liegt allein bei mir“, widersprach Saber dunkel.
„Nein, Saber!“, fiel April ein, die entsetzt über Saber war und ihre anfängliche Starre überwunden hatte. „Das geht nur Fireball und mich etwas an, niemanden sonst!“ Sie sah ihm fest in die Augen, dann wurde ihr Blick weich. „Was ist nur los mit dir, Saber? So kenne ich dich gar nicht?“, sagte sie traurig.
„Wenn ihr endlich meine Anweisungen so befolgt, wie ich sie gebe, ist alles bestens!“, zischte er. „Ich erwarte eure uneingeschränkte Mitarbeit!“ Damit beendete Saber die Standpauke und ging in sein Arbeitszimmer. Er musste einen umfassenden Bericht schreiben.

Zwei Stunden später erhielt er einen Funkspruch von Commander Eagle, der ihn ins Hauptquartier bat.
„Sie wünschen, Sir?“, fragte er, als er bei seinem Vorgesetzten eingetreten war.
„Setz dich, Saber“, bot Commander Eagle an und wies auf den Stuhl vor seinem Schreibtisch. Saber kam der Aufforderung nach und wartete ab, welche Aufgaben ihm diesmal zugeteilt werden sollen.
„Wie geht es dir, Saber?“
„Commander?“
Eagle seufzte und erhob sich von seinem Platz, um umherzugehen. Saber bekam das Gefühl, dass es sich bei diesem Gespräch um keinen neuen Auftrag handelte und er fühlte sich plötzlich, als säße er auf der Anklagebank.
„Saber, mir sind ein paar unschöne Informationen zu Ohren gekommen…“
„April…“, stellte Saber fest und schnaubte. War ja klar, dass sie bei ihrem Daddy petzte.
„Sir, es handelte sich lediglich um eine Diskussion, um die Moral und Leistungsfähigkeit meines Teams zu fördern. Diese hatte in letzter Zeit etwas nachgelassen.“
„Dein Team arbeitet hervorragend, es gibt kein besseres innerhalb der Star Sheriffs“, bemerkte Eagle und sah ihn ruhig von oben herab an. Saber fühlte sich in seinem Stuhl einmal mehr, dass er bevormundet wurde. Er war kein Kind mehr, und Eagle nicht sein Vater!
„Mit Verlaub, Sir, das entspricht nicht den Tatsachen. Wenn Sie meine Berichte der letzten Missionen gelesen haben, können Sie feststellen, dass wir nur durch Glück unsere Siege errungen haben. Meine Anweisungen waren jedes Mal andere, und sowohl Colt als auch Fireball haben diese nicht befolgt.“
„So wie in den Missionen vorher auch“, bemerkte Eagle.
„Vorher?“
„Vor deiner Nahtoderfahrung“, brachte es Eagle auf den Punkt. „April hat mir berichtet, was auf dem Vulkan geschehen ist. Und daher glaube ich, du bist noch nicht wieder bereit, den Dienst auf Ramrod anzugehen. Du birgt ein zu großes Risiko für die Besatzung. Deswegen bleibt mir-“
„Ein Risiko? Commander, mit allem gehörigen Respekt, aber ich bin kein Risiko! Es sind die anderen drei, die das Risiko darstellen, einschließlich Ihrer Tochter!“ Sabers unterdrückter Zorn war eindeutig in seiner Stimme zu hören und sein Herz klopfte ihm bis zum Hals.
Traurig schüttelte Eagle den Kopf. „Das sehe ich anders, und deswegen...“
„Das können Sie nicht mit mir machen!“, fiel er ihm ins Wort, weil er schon genau wusste, was jetzt kommen würde.
„…bist du ab sofort vom Dienst suspendiert. Du wirst dich einer ausführlichen Therapie unterziehen. Ich habe bereits einen sehr guten Psychologen für dich ausgewählt. Und jetzt gib mir bitte deine Marke.“
Saber sah Eagle wütend an. Er meinte es wirklich ernst!
„Sir, die-“
„Die Marke, bitte!“, forderte Eagle ihn streng auf und hielt fordernd seine Hand hin.
Saber biss die Zähne zusammen. Das war der Dank dafür, dass er das beste Team des Neuen Grenzlandes leitete und jeden Tag sein Leben im Kampf gegen die Outrider riskierte? Man nahm ihm alles weg? Suspendierte ihn vom Dienst?
Für einen kurzen Moment dachte er an Jesse, und er konnte erstmals seine damalige Reaktion nachempfinden. Aber wer war schon ein Jesse Blue verglichen mit ihm?
Mechanisch nahm er seine Marke aus der Brusttasche und legte sie in Eagles Hand, jedoch ohne loszulassen.
„Sie machen einen schweren Fehler, Commander!“, funkelte er ihn an, dann ließ er die EDM los und ging.
Er verließ das KOK und die Star Sheriffs für immer. Diese Demütigung würde er nicht ertragen können. Saber, der berühmte Star Sheriff und Vorzeigeidol für alle kommenden Generationen der Akademie, wurde vom Dienst suspendiert! Alles, woran er je geglaubt hatte, war mit einem Mal vernichtet.
Und schuld daran war April, die sich für den Falschen entschieden hatte!


Mit Genugtuung verfolgte Saber ein paar Wochen später in den Nachrichten, dass die Outrider die Vormacht gewannen und dass das Ramrod-Team seit seiner Suspendierung keinen einzigen Sieg mehr eingefahren hatte. Sein Nachfolger, ein gewisser Captain Wayne, ein Nichtskönner in seinen Augen, führte das Superschlachtschiff von einer Niederlage in die nächste.
Amüsiert prostete er dem Bildschirm zu, der an der Wand hing. Er hatte es nicht nötig, arbeiten zu gehen, da er als schottischer Edelmann über genug monetäre Mittel verfügte. Nun trieb er sich in einem Pub seiner Heimatstadt herum und genoss schon gerne mittags seinen ersten Whisky, ganz besonders, wenn es Nachrichten dieser Art gab.
Er wollte zwar nicht, dass die Outrider gewannen, aber ihm bereitete es einen inneren Triumph, dass Ramrod so sehr versagte. Er malte sich in hundert verschiedenen Szenarien aus, wie er reagieren würde, falls das KOK bei ihm angekrochen kam und ihn um seine Rückkehr anflehte.
In deutlich mehr Varianten malte er sich aus, wie er sich an April für ihren unverzeihlichen Verrat rächen konnte. Er würde ich Zeit damit lassen, bis er die perfekte Rache gefunden hatte.
‚April und Fireball…’, dachte er grimmig und sein Blick wurde starr und hart.
„Feierst du unseren Sieg?“
Saber wandte seinen Kopf und erblickte Jesse, der sich auf den Hocker neben ihn gesetzt hatte. Im ersten Moment zuckte er aus alter Gewohnheit zusammen, doch dann entspannte er wieder.
„Was willst du hier?“, fragte er kalt.
„Ich will nachsehen, ob die Gerüchte wahr sind, die in der Phantomzone kursieren. Dass Saber Rider nicht mehr bei den Star Sheriffs ist.“
„Du hast vielleicht Nerven“, schnaubte Saber. „Ja, es ist wahr. Da du jetzt weißt, was du wissen wolltest, kannst du dir den Pub wieder von außen angucken.“
Jesse dachte nicht daran, dem Rauswurf Folge zu leisen. „Was ist passiert? Ich bin neugierig. Was bringt den großen Saber Rider dazu, den Dienst bei den Star Sheriffs zu quittieren, hm?“
„Frag dich doch selbst. Was hat dich damals dazu gebracht?“
Jesse war zuerst irritiert und brauchte ein paar Sekunden, um die Zusammenhänge zu verstehen.
„Wow“, staunte er schließlich und verzog spöttisch seinen Mundwinkel. „Aber kann doch nicht alles gewesen sein. Falls du-“
„Sie hat den Falschen vor der Lava gerettet“, explodierte Saber und Jesse zuckte zusammen, da er einen solchen Ausbruch nicht erwartet hatte. „Hätte sie mich statt Fireball …“ Saber hielt inne und biss sich auf die Lippen. „Ach, vergiss es, es geht dich nichts an.“
Jesse verengte seine Augen und ein diabolisches Lächeln umspielte seinen Mund.
„Was?“, blaffte Saber skeptisch und wütend.
„Dir ist doch bestimmt langweilig, den ganzen Tag hier in den Highlands herumzuhängen. Wie wäre es, wenn wir uns zusammentun und-“ Saber packte Jesse am Kragen und drängte ihn hart gegen die Wand. Niemand hätte gedacht, dass sich ein so großer Mann so schnell bewegen konnte.
„Hör zu, Jesse. Ich habe meine eigenen Pläne. Ich arbeite alleine und brauche keine Komplizen, erst recht keine vertrottelten Outrider oder Möchtegern-Überläufer wie dich!“, zischte er ihn an. „Sie wird schon sehen, was sie davon hat!“ Er stieß Jesse noch einmal fest gegen die Bretter, um seinen Worten Nachdruck zu verleihen, ehe er von Jesse abließ, der erschrocken seine Kleidung richtete.
Jesse glaubte sich, verhört zu haben. Das, was Saber da andeutete, konnte einfach nicht sein. „Wie meinst du das? Wer?“, fragte er alarmiert.
„Die, die dich und mich in unsere jeweiligen Situationen gebracht hat“, antwortete er kalt. „Und ich meine es genau so, wie ich es gesagt habe.“ Hart erwiderte Saber Jesses Blick, der vor Entsetzen einen Moment wie erstarrt war.
„Du kannst April nicht umbringen!“, sagte Jesse fassungslos.
„Sag du mir nicht, was ich nicht machen kann! Sie hat es verdient“, schnaubte Saber herablassend. Soweit kam es noch, dass ihm ein Jüngerer Vorschriften darüber machte, was er zu tun und zu lassen hatte.
„Nicht, solange ich es verhindern kann!“, entgegnete Jesse herausfordernd und trat einen Schritt vor Saber. „Ich liebe sie und ich will sie für mich allein!“
„Dann mach dich bereit, zu sterben, Jesse!“, sagte Saber grinsend mit blitzenden Augen. Dem würde er die letzte Lektion seines Lebens erteilen.
Er trat einen Schritt zurück und hob langsam seine Fäuste.


ENDE
Jean-Claude:   „Colt, bitte! Ich muss heute noch auf eine große Outriderparty!“
.
Roland:   „Wenn ein König sprischt, ’at niemand das Recht, ihn zu unterbrechen, Schtar Sheriff! Wir dulden keine wie auch immer geartete Despektierlischkeit!“
Fireball:   „Hä?“

Offline Katty

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Re: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!
« Antwort #21 am: 03. Juni 2012, 22:43:48 »
Ich bin begeistert von euren beiden Fortsetzungen begeistert, aber auch ein kleines bisschen betrübt, weil ich es nicht bisher nicht geschafft habe, meine eigene Fortsetzung weiter zu schreiben. Aber ich hoffe, dass ich sie in den Ferien fertig bekomme. Dann hab ich auch mal Zeit kreativ zu werden.

An euren Fortsetzungen gefällt mir vor allem, dass ihr beide unabhängig voneinander, die gleiche Person habt retten lassen, aber dann völlig anders weiter geschrieben habt.  :cool:
"Die Ferne ist das Land der erfüllten Wünsche." Walter Benjamin
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Offline Lina

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Re: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!
« Antwort #22 am: 03. Juni 2012, 22:47:28 »
An euren Fortsetzungen gefällt mir vor allem, dass ihr beide unabhängig voneinander, die gleiche Person habt retten lassen, aber dann völlig anders weiter geschrieben habt.  :cool:

Ich war von Natus zu rettende Person auch überrascht und hin und weg davon, wie unterschiedlich die Geschichten sein können, obwohl wir ein und dieselbe Ausgangslage hatten  ^-^
"Du hast die Aufmerksamkeitsspanne eines Guppys..."
"Ich hab doch grad... Oh! Guck mal! Ein Eichhörnchen!"
(Dialog in Herbstein *gg*)

Offline Natsukawa

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Re: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!
« Antwort #23 am: 03. Juni 2012, 22:52:17 »
Oh ja, davon war auch ich überrascht wie unterschiedlich die Stories ausgegangen sind; eigentlich wollten wir ja nicht den gleichen retten, aber irgenwo haben wir wohl aneinander vorbei gechattet. Wie auch immer, umso interessanter ist es, zwei so unterschiedliche Geschichten zu lesen  :wink:
Jean-Claude:   „Colt, bitte! Ich muss heute noch auf eine große Outriderparty!“
.
Roland:   „Wenn ein König sprischt, ’at niemand das Recht, ihn zu unterbrechen, Schtar Sheriff! Wir dulden keine wie auch immer geartete Despektierlischkeit!“
Fireball:   „Hä?“

Offline Sunny

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Re: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!
« Antwort #24 am: 04. Juni 2012, 06:57:39 »
Die Geschichte an sich ist schon der Hammer, mit den Fortsetzungen jedoch unglaublich.

Beide Ausgänge sind so möglich, wobei ich noch eher glaube, dass das Team an dieser Entscheidung auseinander bricht, als das Saber April umbringen will.
Aber wer weiß, wozu man nach so einer Situation in der Lage ist oder wäre.

Auf jeden Fall super geschrieben und sehr sehr tragisch...

Offline collie

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Re: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!
« Antwort #25 am: 04. Juni 2012, 07:54:48 »
WTF ... was für Stories ...  :shocked2:

Ich könnte nicht sagen, welche mir besser gefällt. Was ich genial finde, ist, dass sie beide reichlich Potzenzial haben für eine Serien-Fortsetzung ... und mit ausgerechnet Saber einen neuen Kontrahenten zu bekommen ...  :pfeif: ... eigentlich Ideen für den Thread: "Wie würde EUER Saber Rider Hörspiel aussehen"

bd bd bd ^^
Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie andere mich gern hätten.

Offline Sarah J. W.

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Re: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!
« Antwort #26 am: 04. Juni 2012, 09:54:46 »
Zuerst hab ich mich mal wieder über die wunderbaren Horoskope amüsiert! Und als ich gerade so schön in Hochstimmung war, stolperte ich über die beiden Fortsetzungsgeschichten... oh, Mama! Das ist echt hartes Zeug!

Schon bei der Ausgangsgeschichte "Der Vulkan", habe ich als Erstes gedacht, dass ich eigentlich von der Sachlage (und der Autorin  :pfeif:) was ganz Anderes erwartet hätte. Lustigerweise hat Fire's Babe es dann auf den Punkt gebracht: In der Tat erwartet man gegenseitigen Edelmut, nach dem Motto: "Rette ihn!" - "Nein ihn!" - "Nein, lass mich zurück!" etc. pp., ABER tatsächlich ist es unglaublich spannend, dass sich die Akteure nicht übermenschlich verhalten, sondern tatsächlich menschlich! Man hat es nicht mit strahlenden Überhelden zu tun, die besser sind, als die Realität, sondern mit drei Protagonisten, die sich mit Todesangst konfrontiert sehen und zugleich mit einer komplizierten Dreiecksbeziehung, die unerwartet ihren dramatischen Höhepunkt erlebt.

Die Fortsetzungen (und zwar beide gleichermaßen), knüpfen daran an und zerlegen auf eine noch viel grausamere Art die Gefühle und die Abgründe ihres Menschseins.
Bei Linas Version gefällt mir sehr Colts tragische Rolle in der ganzen Angelegenheit. Es ist rührend und zugleich zermürbend, wie der Cowboy sich abmüht, die Sache zu kitten. Da er bis zuletzt irgendwie so wirkt, als ob ihm die Tragweite dieses Zerwürfnisses zwar bewusst sei, er aber fast schon dazu tendiert, zu leugnen, worauf es zwangsläufig hinausläuft, zerfetzt es einem regelrecht das Herz, wenn er am Ende mit seinem letzten verzweifelten Versuch, die Dinge wieder gerade zu rücken das unvermeidbare Ende auch noch unfreiwillig besiegelt und damit im Grunde alles verliert, für das er gekämpft hat.
In beiden Versionen finde ich Saber bombastisch! Wo er in Linas Geschichte als Konsequenz dieser Enttäuschung offenbar alles aus sich heraus reißt, was noch im Entfernten Menschlich ist und sich in einen eiskalten, verbitterten Despoten wandelt, der weder Freundschaft noch (möglicherweise) unerwiderte Gefühle an sich heranlässt, bis er zuletzt alle vertreibt, die ihm vielleicht etwas bedeutet haben, wird in Natsus Variante ein Aspekt beleuchtet, der regelrecht abgründig ist! In dem Versuch, Gefühle zu leugnen und zu unterdrücken, verliert er sogar den Bezug zur Realität und verliert sich schließlich nur noch in Hass, womit er sogar noch unmenschlicher wird, als Jesse, dem ja letztlich bei aller Rache und seinem Verrat die Gefühle für April bleiben. Das offene Ende hier ist ein Gänsehaut-Moment.
Und ich erwischte mich bei dem Gedanken: Hoffentlich bringt Jesse Saber um, bevor er sich und anderen Schaden zufügen kann. Und das will was heißen.

Wirklich irre, alle beide Geschichten!! Und ich kann collie nur beipflichten. Das hätte Potenzial zur Fortsetzung!  :goodjob:

EDIT: Eine Kleinigkeit muss ich aber jetzt doch noch anmerken, vor allem, da ich zwischen den Zeilen gelesen haben will, dass Katty auch noch an einer Fortsetzung schreibt... ich finde ja, dass beide Geschichten sehr stark auf Saber, bzw. in Linas Fall auf Colt fokussieren. April und Fireball stehen beide eher im Hintergrund, dabei würde mich ihre Sicht ja jetzt auch brennend interessieren, wenn ihr versteht, was ich meine... ;)

Oh... und nebenbei TAG 4 :D
« Letzte Änderung: 04. Juni 2012, 10:39:20 von Sarah J. W. »
... zurück auf der Brücke.

Offline collie

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Re: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!
« Antwort #27 am: 04. Juni 2012, 10:31:08 »
@ Sarah:  :iagree: Perfekt auf den Punkt gebracht.

____________________________________________________________________________________

Ich glaube, man merkt, dass ich gerade Ferien habe und - im Gegensatz zu sonst - die auch wirklich mal wieder kreativ erleben kann.  :dance: Für mich schön, für euch hoffentlich auch, denn ihr seid die "Leidtragenden", die damit zugespamt werden, wenn mich  schon wieder ein Bunny gebissen hat ...
btw: Die Ferien dauern nur noch diese Woche ...
______________________________________________________________________________________

Auszug aus dem Ausbildungshandbuch der Wrangler …  Kampfsituationen mit den Star Sheriffs und wie du sie konterst.

Situation 1 Er schießt:
Dies ist die erste Reaktion eines Blechsterns, wenn er dich sieht. Fragen stellt er oft erst nachdem er dich erwischt hat. Egal, ob mit Munition oder Worten – die Trefferquote ist verdammt hoch.
Du schießt zurück:
Ist das Beste, das du tun kannst. Wenn du Glück hast, triffst du und bist ihn los. Wenn nicht, auch kein Drama. Phantomisation sei Dank kehrst du in die Phantomzone zurück und versuchst es einfach noch mal. Aber Vorsicht: Tu das nicht öfter, als 3 mal am Tag, sonst wartet die Phantomkammer auf dich. Verzähl dich also nicht!!!

Situation 2 Er schweigt:
Das tut er beharrlich und konsequent. Jedes Verhör wird auf diese Weise zu einem nervenaufreibenden Unterfangen, welches über kurz oder lang deine Vorgesetzten zur Weißglut und dich in die Phantomkammer bringt.
Provozier:
Rede, was dir einfällt – bevorzugt negatives über die Familie und Freunde deines Opfers. Star Sheriffs sind emotional und selbst wenn keine deiner Verbalattacken fruchtet, so regt sich der Mensch doch früher oder später über deine Dummheit auf.

Situation 3 Er redet dummes Zeug:
Erstaunlich, aber wahr – das können sie.
Schweigen und weghören:
Bloß nicht beeinflussen lassen. Das ist eine Falle und dient nur deiner Verwirrung. Fall nicht drauf rein und halte dich an deine Befehle.

Situation 4 Er entkommt:
Passiert! Lass ihn laufen. Den kriegst du später.
NG-Attacken fortsetzen:
Greife weiter das Neue Grenzland an, dann kommt er zurück. Garantiert! Er ist Star Sheriff – er kann nicht anders.

Situation 5 Er nimmt einen deiner Kameraden als Geisel:
Menschen glauben, das beeindrucke einen Outrider und mache ihn verhandlungswillig.
Cool bleiben:
Ist die Geisel ein Outrider-Soldat, hast du keinen Stress. Ballere beide über den Haufen und Ruhe ist.
Ist die Geisel dein Vorgesetzter, wird es schwierig. Er wird dir solch eine Reaktion übel nehmen. Verhandle also lieber.
Nachtrag:
Ist die Geisel Outrider-Kommandant Jesse Blue? Sieh zu, dass du Land gewinnst! Blue kann sich selber helfen und wenn du nicht willst, dass er seine Wut an dir auslässt –  Und er wird dir die Schuld dafür geben. Verlass dich drauf. – gilt für dich: Lauf, Forrest, lauf…

Situation 6 Er packt den Friedenswächter aus:
Die letzte und übelste Waffe eines Blechsterns im Kampf gegen dich. Ein heißes Tänzchen steht bevor.
Mach mit:
Pack den Renegade aus und nimm den Tanz an. Gib die Führung nicht ab. Wenn es doch passiert, nicht so schlimm. Im Gegensatz zu Menschen können Outrider verlieren – immer wieder.
Ich bin nicht auf der Welt, um zu sein, wie andere mich gern hätten.

Offline Sarah J. W.

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Re: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!
« Antwort #28 am: 04. Juni 2012, 12:11:13 »
 :lol3: :lol3: :lol3:

Okay, alles suuuper! Und nieeee vergessen, bis drei zu zählen! *lach*
Klasse, offenbar ist es noch einfacher, ein Outrider zu werden, als seinen Führerschein zu machen! Ich seh sie schon nach der theoretischen Prüfung: "Was hattest du bei Frage drei?" - "War das die, wo man am besten wegläuft, wenn Kommandant Blue als Geisel genommen wird?" - "Man läuft am besten weg???!!"

... zurück auf der Brücke.

Offline Sarah J. W.

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Re: Wir warten auf das Saber Rider HÖRSPIEL!!!!
« Antwort #29 am: 04. Juni 2012, 12:22:41 »
Hoppala... Doppelpost... Tschuldigt...  :verlegen:

Für Tag 4 würde mich interessieren, welche Extras ihr euch zu der Veröffentlichung des Hörspiels vorstellen könntet! Einfach mal frei von der Seele weg Wünsche äußern! Ist zwar sicher nicht alles umsetzbar, aber drüber unterhalten kann man sich ja aus Jux und Dollerei mal. Zum Beispiel hier.   :wink:
... zurück auf der Brücke.